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Befragung politischer Entscheidungsträger zur Wahrnehmung des Klimawandels und zur Anpassung an den Klimawandel an der deutschen Ostseeküste

Bericht:
Martinez, Grit; Bray, Dennis (2011): Befragung politischer Entscheidungsträger zur Wahrnehmung des Klimawandels und zur Anpassung an den Klimawandel an der deutschen Ostseeküste. Ecologic Institut Berlin & Helmholtz-Zentrum Geesthacht. RADOST-Berichtsreihe, Bericht Nr. 4.

Diese Umfrage ist eine Beurteilung der Wahrnehmung des Klimawandels und der Anpassungsstrategien durch regionalpolitische Entscheidungsträger an der deutschen Ostseeküste.

Die Befragung ist eingebettet in das vom Ministerium für Bildung und Forschung unterstützte anwendungsbezogene Forschungsprojekt “RADOST” (Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste, www.klimzug-radost.de).

Die befragten Kommunalvertreterinnen und – vertreter nehmen den Klimawandel und die daraus resultierenden Veränderungen an ihren Küstenabschnitten sowie im Küstenmeer der Ostsee als Problem wahr. Die Notwendigkeit für pro-aktives und zügiges Anpassungshandeln wurde bestätigt. Eigene kommunale Anpassungsaktivitäten werden jedoch noch als unklar eingeschätzt. Dabei wird vor allem das Fehlen finanzieller Ressourcen als Barriere für motiviertes Handeln eingeschätzt. Weiterer Handlungsbedarf wird aber auch hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen Ostseegemeinden gesehen. Die Bandbreite der möglichen durch den Klimawandel bedingten Veränderungen sowie die Unsicherheit bezüglich der konkreten regionalen Auswirkungen auf die Küstenabschnitte der Gemeinden sind weitere Themen.

Bei der Kommunikation von Wissen zum Klimawandel rangierten wissenschaftliche Erkenntnisse weit hinter Fernsehen oder Zeitungen als Informationsquellen für politische Entscheidungsträger. Anhand der Informationen, die als Grundlage für die Meinungsbildung dienten, hielten die regionalpolitischen Entscheidungsträger den Klimawandel insgesamt gesehen für eine stärkere Bedrohung als die Wissenschaftler.