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Gewässermanagement und Landwirtschaft

Der Klimawandel hat durch Temperatur- und Meeresspiegelanstieg direkte Auswirkungen auf die aquatischen Ökosysteme. Zusätzlich wirken sich auch veränderte Niederschläge in den Einzugsgebieten sowohl auf die Gewässer selbst aus als auch auf die Landwirtschaft und die mit ihr verbundenen Nährstoffeinträge in die Gewässer. Aktuelle Probleme, wie z.B. Eutrophierung, Algenblüten, anoxische Gewässerbereiche (mit der Folge von Fischsterben) könnten durch den Klimawandel verschärft werden.

Mithilfe der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sollen die Gewässer bis zum Jahr 2015 einen guten Zustand erreichen. Verschiedenen Aspekte bei der Umsetzung der WRRL können durch den Klimawandel beeinflusst werden, z.B. die Festlegung von Referenzbedingungen, die Definition eines guten Zustands sowie die Auswirkungen auf die für die Gewässerbewertung relevanten Qualitätskomponenten. Insbesondere die Maßnahmenprogramme und ihre ökonomische Effizienz lassen sich ohne Berücksichtigung des Klima- und regionalen Wandels nicht planen.

Aufbauend auf den Forschungsergebnissen aus den Natur- und Ingenieurswissenschaften und der Sozioökonomie werden die Auswirkungen des regionalen Klimawandels auf die Gewässerqualität der Flusseinzugsgebiete und Küstenbereiche der deutschen Ostseeküste zusammengestellt. Das Ziel dieses Fokusthemas ist die Entwicklung konkreter Empfehlungen für die Umsetzung der WRRL in den Oberflächen- und Küstengewässern vor dem Hintergrund des klimatischen und regionalen Wandels. Es werden Strategien zur Anpassung an den Wandel und zur Optimierung des Nährstoffmanagements erarbeitet und in Anwendungsprojekten getestet und umgesetzt. Eingegliederte Anwendungsprojekte und Praxispartnerschaften beschäftigen sich mit Maßnahmen zur Wasser- und Nährstoffretention in der Landschaft (Retentionsbecken), Bestandsunterstützung von Seegras und Blasentang zur Verbesserung der Gewässerökologie, Strategie- und Produktentwicklung für nährstoffbindende Aquakultur-Verfahren und der Entwicklung angepasster Pflanzensorten an den Klimawandel.

Für die Umsetzung der WRRL bestehen bereits etablierte Netzwerke, die zentral von den Ministerien koordiniert werden (Expertengruppe Meer, verschiedene Ausschüsse der LAWA). Daneben sind zahlreiche Akteure und Anwender einbezogen, z.B. aus Politik und Verwaltung, Gemeinden, Wirtschaft, Wasser- und Bodenverbänden und Wissenschaft.

Beteiligte Partner: 
IOW, IGB, vTI, IfAÖ, LLUR, IÖW, Ecologic
Kontakt
Institution: 
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
Straße, Nr.: 
Seestraße 15
PLZ, Ort: 
18119 Rostock
Telefon: 
+49 381 5197-0
Fax: 
+49 381 5197-211
Web: 
www.io-warnemuende.de
Ansprechpartner: 
Kontakt: 
Web: 
http://www.io-warnemuende.de/bio-ag-ikzm.html
Ansprechpartner: 
Inga Krämer