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Häfen und maritime Wirtschaft

Das Fokusthema „Häfen und maritime Wirtschaft“ hat zum Ziel, langfristige Investitionen in Hafen- und Infrastrukturanlagen und in den Schiffbau „klimafest“ zu machen. Das Fokusthema analysiert zu erwartende Auswirkungen auf der Grundlage von sozioökonomischen Zukunftsszenarien. Gemeinsam mit den regionalen Wirtschaftsakteuren werden Anpassungsstrategien entwickelt und in Anwendungsprojekten umgesetzt.

Die zu erwartenden Veränderungen bei der Höhe des Wasserstands, beim Seegang, der Strömung und dem Sedimenttransport durch den Klimawandel können unter anderem erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Schiffsrouten auf die technischen Anforderungen des Schiffsbaus haben. Für die Seehäfen (u.a. Kiel, Lübeck-Travemünde, Rostock) kann dies Anpassungsbedarf hinsichtlich der Auslegung der Hafeninfrastruktur, des Hochwasserschutzes, der Sicherheitseinrichtungen sowie der Sicherheitspläne mit sich bringen. Weitere indirekte Effekte z.B. durch eine Veränderung der Tourismusströme und veränderte Nutzungsansprüche und Flächennutzungskonkurrenzen entlang des Uferbereichs in der Nähe und möglicherweise in Konkurrenz zu den Hafenanlagen, sind möglich.

Im Einzelnen werden von dem Teilprojekt die folgenden Beiträge zur Anpassung der Region an den Klimawandel erwartet:

  • Identifikation von mittel- bis langfristigen Anpassungsbedarfen für Hafen- und Infrastrukturanlagen sowie für den Schiffbau
  • Formulierung von Anpassungsstrategien für verschiedene Bereiche der Hafenplanung und des Managements
  • Innovationen im Schiffbau: Integration von Umweltdaten in die routenspezifische Optimierung von Schiffsentwürfen

Das Fokusnetzwerk Häfen und maritime Wirtschaft kann an bestehende Gremien und Netzwerke anknüpfen. Besonders zu nennen sind hier das Maritime Cluster Schleswig-Holstein, das Maritime Forum Kiel, der Marina Verbund Ostsee, das jährliche Meeresumwelt-Symposium des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und dem Bundesamt für Naturschutz im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, der Ausschuss „Küstenschutzwerke“ der Hafentechnischen Gesellschaft/Deutschen Gesellschaft für Geotechnik (HTG / DGGT) und das Kompetenzzentrum für Maritime Sicherheit "Center for Maritime Safety and Security Rostock"

Internationale Anbindung besteht über die Baltic Ports Organization (BPO) und die Permanent International Association of Navigation Congresses (PIANC) Expert Group 3 Climate Change and Navigation".
 

Kontakt
Institution: 
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), GmbH, gemeinnützig
Straße, Nr.: 
Potsdamer Str. 105
PLZ, Ort: 
10785 Berlin
Web: 
http://www.ioew.de
Ansprechpartner: 
Dr. Jesko Hirschfeld