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Tourismus und Strandmanagement

Tourismus ist für die deutsche Ostseeküste der prägendste Wirtschaftsfaktor der Küstenzone. Das Fokusthema analysiert die verschiedenen ökosystemaren und sozioökonomischen Auswirkungen des Klimawandels und ihre Bedeutung für den Tourismussektor.

Der Wirtschaftssektor Tourismus ist von entscheidender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit und die langfristige wirtschaftliche Entwicklung der Region: sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in Schleswig-Holstein schafft er einen Großteil der Arbeitsplätze und beeinflusst vor allem in strukturschwachen Regionen entscheidend die Wirtschaftskraft. Die Einbindung dieses Wirtschaftssektors in Klimaanpassungsstrategien und die Entwicklung erfolgreicher, effektiver und finanzierbarer Anpassungsmaßnahmen ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Destination „Deutsche Ostseeküste“.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wirtschaftssektor sind uneinheitlich. Während längere und wärmere Sommer als eine mögliche Folge des Klimawandels zu einer steigenden touristischen Nachfrage nach der Destination „Deutsche Ostseeküste“ führen können, drohen durch sich verändernde Gewässerqualität und Stranderosion zugleich auch negative Auswirkungen auf den Tourismus. Diese gegenläufigen Entwicklungen kumulieren sichtbar an der Übergangszone zwischen Land und Wasser, dem Strand. Mit Hilfe von nachhaltigen Strandmanagementkonzepten sollen für diesen Bereich geeignete Anpassungsstrategien entwickelt werden, die die naturwissenschaftlichen wie auch die sozioökonomischen Bestandteile des Tourismus integrativ zusammenführen.

Alle Arbeiten haben zum Ziel, die Auswirkungen des Klimawandels für den Sektor Tourismus abzuschätzen und zu analysieren, um darauf aufbauend Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln, zu erproben und beispielhaft umzusetzen. Die Arbeiten erfolgen insbesondere in den Anwendungsprojekten in enger Kooperation mit Netzwerkpartnern und regionalen Stakeholdern, um den tatsächliche Praxisbedarf genau zu ermitteln und die Akteure zum eigenständigen Aus- und Fortführen der Anpassungsstrategien und –maßnahmen zu befähigen. Neben der akteursgerechten Informationsverbreitung zu den Klimafolgen liegt der Schwerpunkt der Arbeiten auf der Bildung eines Fokusnetzwerkes, das die relevanten privaten und öffentlichen Akteure zusammenbringt. Untersuchungen zur Wahrnehmung von Klimafolgen und der Akzeptanz möglicher Anpassungsmaßnahmen durch Touristen dienen der Verbesserung und Weiterentwicklung von Marketingstrategien und Standortplanung.

Die Anwendungsprojekte dieses Fokusthemas testen die Praxistauglichkeit von Anpassungsmaßnahmen („Tourismus im Klimawandel – Regionale Anpassungsstrategien“) und „Standortplanung im Klimawandel“) und widmen sich der intensiven Kommunikation in der Region („Infopavillon Schönberger Strand“) bzw. dem Aufbau eines regionalen Netzwerkes („KlimaBündnis Kieler Bucht“).

Beteiligte Partner: 
EUCC-D, IÖW, IOW, Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU, Abteilung Küstengeografie)
Kontakt
Institution: 
EUCC - Die Küsten Union Deutschland e.V.
c/o Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Straße, Nr.: 
Seestraße 15
PLZ, Ort: 
18119 Warnemünde
Web: 
www.eucc-d.de
Web: 
Ansprechpartner: 
Kontakt: 
Ansprechpartner: 
Inga Haller