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Ostküste der USA

RADOST-Partnerregionen in den USA mit vergleichbaren Bedingungen und Fragestellungen sind die Chesapeake Bay (Virginia / Maryland) und die Region Albemarle-Pamlico Sound and Outer Banks in North Carolina.

Die Chesapeake Bay ist die größte Flussmündung in den USA und eine der bedeutendsten Naturlandschaften Nordamerikas. Das weiter südlich gelegene Albemarle-Pamlico-Ästuarsystem bildet das zweitgrößte Flussmündungsgebiet des Landes. Die Albemarle-Region umfasst Wälder, Dünen, Feuchtgebiete und Flüsse und stellt ein außergewöhnlich produktives Ökosystem, inmitten der größten geschlossenen Lagunen der Welt, dar. Das Gebiet ist durch die Auswirkungen des globalen Klimawandels besonders gefährdet. Über die Hälfte der überflutungsgefährdeten Flächen ist Schutzgebiet für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Degradierung der Torfböden und Rückzug von Lebensgemeinschaften aufgrund des Salzwassereinbruchs sind erste sichtbare Folgen.

Die Region verfügt über hervorragende Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, nicht zuletzt durch die Duke University in North Carolina, die als einzige der US-amerikanischen Exzellenzuniversitäten in einem Südstaat angesiedelt ist. Forscher der Duke University entwickelten in Zusammenarbeit mit The Nature Conservancy (TNC) Strategien zum Schutz der Albemarle-Halbinsel vor dem Anstieg des Meeresspiegels. Albemarle hat dabei den Status einer Modellregion für die Anpassungsforschung. Verschiedene Ansätze sollen helfen, die Überschwemmung der Halbinsel und den Wandel der Ökosysteme zu verlangsamen, z.B. durch gezieltes Management der ehemaligen Entwässerungsgräben und somit Erhalt der Torfböden, Pflanzungen im Küstenbereich oder das Errichten von Riffen, welche als Lebensraum der einheimischen Auster fungieren. Innovative Methoden werden in Pilotprojekten auf ihre breite Anwendungsfähigkeit überprüft.

Partnerinstitution für beide Regionen ist das Meeresforschungslabor der Duke University, mit dem das Ecologic Institut in engem Kontakt steht.