Integration des Klimawandels in die ökonomischen Analysen nach europäischer Wasserrahmenrichtlinie. Literaturrecherche und Analyse der Bewirtschaftungspläne von 18 deutschen und europäischen Flussgebietseinheiten

Report
Martin Hirschnitz-Garbers, Jennifer Möller-Gulland, Ulf Stein, Jenny Tröltzsch, Johanna von Toggenburg
Ecologic Institut
RADOST-Berichtsreihe, Bericht Nr. 17

Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität können sich zukünftig aufgrund des Klimawandels sowohl in ihrer Wirksamkeit als auch hinsichtlich der Kosten verändern. Dies muss auch bei der Auswahl künftiger Maßnahmen, die nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu ergreifen sind, berücksichtigt werden. Bislang wurden die Folgen des Klimawandels jedoch nicht systematisch in die ökonomischen Bewertungen nach der Wasserrahmenrichtline einbezogen. Der Bericht wertet die bisher verfolgten Ansätze aus und leistet damit einen Beitrag zu der notwendigen Diskussion, wie bestehende und zukünftige Maßnahmenprogramme die Folgen des Klimawandels mitdenken und integrieren können.
Im Einzelnen untersucht die Studie die Bewirtschaftungspläne von 18 ausgewählten Flussgebietseinheiten in Deutschland und anderen europäischen Ländern, darunter den fünf Flussgebietseinheiten Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins. Aus der Analyse geht hervor, dass Klimawandelauswirkungen auf das Gewässermanagement zwar in allen untersuchten Flussgebietseinheiten erwartet werden, sie jedoch nur in etwa der Hälfte über sogenannte Klima-Checks in die ökonomischen Analysen zur Bewirtschaftungsplanung einbezogen werden.