Anwendungsprojekt 15: Integration von Umweltdaten der Ostsee in die routenspezifische Optimierung von Schiffsentwürfen

Report
Katja Wöckner-Kluwe
Jörn Langheinrich
Thomas Stoye
Flensburger Schiffbau-Gesellschaft
Flensburg

Schiffe sind entsprechend ihrem Einsatzgebiet verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Diese sich ändernden Umwelteinflüsse über die gesamte Nutzungsdauer der Schiffe stärker in das Entwurfskonzept einzubinden, stellt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar.
Die Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) hat zu diesem Zweck Seegangsdaten, die vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) im Rahmen von RADOST für die Ostsee berechnet wurden, in ihr operationelles Schiffsentwurfssystem übernommen. Der vorliegende Bericht diskutiert beispielhaft den Einsatz des Systems für den Entwurf einer Fähre auf der Strecke Stockholm-Riga.
Da die zu erwartende Lebensdauer eines Schiffes wesentlich geringer ist als die Zeitskalen zu erwartender Klimaänderungen infolge der vom Menschen verursachten Erderwärmung, werden in dieser Anwendung ausschließlich heutige klimatische Bedingungen betrachtet. Ändern sich die klimatischen Bedingungen langfristig, besteht eine Anpassungsmaßnahme darin, neue Schiffe gemäß den dann zu erwartenden Bedingungen zu konstruieren.