Einladung zum Dialog: Küstenforschung, Küstennutzung und Küstenschutz

Venue
Hamburg
Date
Organisation
Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Vom 4. bis 6. März 2013 trafen sich rund 300 Küstenforscher, Küstennutzer und Küstenschützer in der Handelskammer in Hamburg, um sich über den aktuellen Wissensstand zu den deutschen Küsten der Nord-und Ostsee auszutauschen. Veranstalter des Dialogs waren die RADOST-Partner Helmholtz-Zentrum Geesthacht und Technische Universität Hamburg-Harburg sowie das Alfred-Wegener-Institut für Polar-und Meeresforschung. Das Helmholtz Zentrum Geesthacht als Hauptveranstalter knüpfte damit an den vor zehn Jahren auf der Tagung „Forschungshorizonte der Küstenregion“ begonnenen Dialog zwischen Praktikern, Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit an. Thematische Schwerpunkte der dreitägigen Veranstaltung bildeten die zukünftige Windenergienutzung in den küstennahen Meeren, Interessenskonflikte im Küstenraum sowie die Anpassung an den Klimawandel.
In seiner Eröffnungsrede betonte Professor Hans von Storch (Helmholtz-Zentrum Geesthacht), dass es der deutschen Küstenforschung in der vergangenen Dekade gelungen sei, sich als „Community“ weiterzuentwickeln. So präsentierten sich zunehmend unterschiedliche Forschungsrichtungen aus Küsteningenieurwesen, Natur-, Sozial- und Humanwissenschaften in gemeinsamen Foren und nutzten die Möglichkeiten des Dialogs und Austausches. Zwar sind die deutschen Küsten ein viel genutzter und gut erforschter Raum, aber die Zusammenschau von Forschungsergebnissen und die gleichberechtigte Kooperation der verschiedenen Fachdisziplinen steht noch am Anfang. Angesichts der vielfältigen Nutzungen und ebenso vielfältigen Herausforderungen – wie Klimawandel, Meeresspiegelanstieg und Sturmflutrisiken, Seeverkehr und Hafenwirtschaft, Fischerei und Artenschutz, Ressourcenabbau und Energiesysteme, städtebaulicher, touristischer und landwirtschaftlicher Nutzung sowie der Wechselwirkung von globalen, regionalen und lokalen Veränderungsprozessen – sind Küstenregionen besonders dynamische Landschaften und Lebensräume. Diese komplexe Konstellation von physikalischen, geologischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren bedarf auch einer ganzheitlichen und interaktiven Forschungszusammenarbeit.
Das RADOST-Projekt war mit Fachbeiträgen und Postern aus der natur- und sozialwissenschaftlichen Forschungsarbeit der Verbundpartner Ecologic Institut, EUCC - Die Küsten Union Deutschland, Helmholtz Zentrum Geesthacht, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Technische Universität Hamburg-Harburg und Universität Kiel vertreten.
Tagungsband (pdf, 2,28 MB)
Präsentationen
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