Neue Herausforderungen für die Küstenentwicklung - Abschlussveranstaltung des Wettbewerbes „Lust op dat Meer“

Venue
Kiel
Date
Verantwortlicher Ansprechpartner bei RADOST
Grit Martinez
RADOST-Referent
Grit Martinez

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Am 11. November 2011 fand im Wissenschaftszentrum Kiel die Abschlussveranstaltung des vom Innenministerium Schleswig- Holstein ausgelobten Wettbewerbes "Lust op dat Meer" statt.
Ziel dieses vom Umweltbundesamt und dem Bundesumweltministerium geförderten Vorhabens war es, praxisnahe Beispiele für die Umsetzung des Integrierten Küstenzonen-Managements (IKZM) an der schleswig-holsteinischen Nord- und Ostseeküste zu initiieren. Insgesamt sechs schleswig-holsteinische Modellprojekte wurden im Sommer 2010 unter den Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt, um mit innovativen Ideen unmittelbar anstehende, konfliktträchtige und neuartige Herausforderungen der Küstenentwicklung anzugehen und dabei neue Chancen für „bürgernahe“ Küstenentwicklung aufzuzeigen. Insgesamt konnten die Modellprojekte in der rund einjährigen Laufzeit gute Erfolge erzielen, indem neue Wege der Einbindung von Bürgern und Interessensgruppen durch frühzeitige Beteiligungsverfahren gegangen wurden, ökonomische, ökologische und soziokulturelle Belange in Einklang gebracht wurden und unterschiedliche Handlungsfelder miteinander verbunden wurden, um Synergien zu nutzen. Die sechs „Lust op dat Meer“-Projekte können daher als „Goodpractice- Beispiele“ einen positiven Beitrag zur Umsetzung der Nationalen IKZM-Strategie Deutschlands leisten. 
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Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde das Thema „Küstenentwicklung und Klimawandel“ als Schwerpunkt aufgegriffen. Dabei artikulierten vor allem die im Klimabündnis Kieler Bucht (dem schleswig-holsteinischen RADOST-Netzwerkprojekt mit Schwerpunkt Tourismus) verbundenen Küstengemeinden ihre Ansichten darüber, wie ein adäquater Hochwasser- und Strandschutz im Zeichen des Klimawandels gewährleistet und gestaltet werden könnte. Hier stellen sich auch eine Reihe von Fragen hinsichtlich rechtlicher und verwaltungstechnischer Hemmnisse bei der praktischen Problemlösung vor Ort. In der Diskussion zwischen den kommunalen Entscheidungsträgern und den Vertretern der für den Küstenschutz zuständigen Landesbehörden zeigte es sich, dass bei den Zuständigkeiten für die Finanzierung von Pilotprojekten bei der Klimawandelanpassung nach wie vor Klärungsbedarf besteht.
Im dem vom Land Schleswig-Holstein aufgestellten „Generalplan Küstenschutz“ (Neufassung geplant für Mitte 2012) liegt der Fokus auf der Ertüchtigung der derzeitigen Landesschutzdeiche, für die das Land die Verantwortung trägt. Weitere Aufgaben wie die Erprobung innovativer Lösungsansätze im Strandmanagement oder die Risikominderung in den potenziell gefährdeten Räumen der Küstenstädte Flensburg, Eckernförde, Kiel und Lübeck müssen aus Sicht der Kommunen stärker berücksichtigt werden. Der Dialog zwischen Küstengemeinden und Landesbehörden zur Verwirklichung nachhaltiger Anpassungsstrategien muss daher fortgesetzt und intensiviert werden. Aus Sicht der Gemeinden sollte das Klimabündnis Kieler Bucht sich hier weiter aktiv engagieren, wofür allerdings finanzielle Ressourcen benötigt werden.
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