Schon angepasst? Klimaanpassung im Dialog

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Schon angepasst? – Unter dieser Frage fand vom 31.5. bis 1.6.2010 eine Konferenz zu Chancen und Risiken des Klimawandels in Deutschland in Dessau statt. Das Umweltbundesamt hatte Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Unternehmen, Behörden und Wissenschaft zur Diskussion über die weitere Entwicklung eines nationalen Rahmens für die Anpassung an den Klimawandel eingeladen. Aufbauend auf der Ende 2008 veröffentlichten Deutschen Anpassungsstrategie wird die Bundesregierung bis April 2011 einen Aktionsplan „Anpassung“ vorlegen. Dieser dient zur Konkretisierung und Priorisierung von weiteren Anpassungsmaßnahmen in Deutschland.
Als ein Hauptthema der Veranstaltung entwickelte sich in den Diskussionen der Bereich Bildung. So wurde von vielen Akteurinnen und Akteuren deutlich gemacht, dass das Bewusstsein für das Thema Anpassung an den Klimawandel in der Bevölkerung und auf kommunaler Ebene noch erhöht werden muss. In der Arbeitsgruppe „Umsetzungsvorhaben“ wurde u.a. diskutiert, dass
gerade für die praktische Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen eine Bereitschaft zur Mitarbeit der Entscheidungsträger in den Kommunen notwendig ist. Besonders Dialogveranstaltungen in Gemeinden, wie sie auch von RADOST durchgeführt werden, wurden für die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen als sehr förderlich herausgestellt. Wichtig ist vor allem eine allgemeine
Informationsbasis anhand von Kernaussagen zu vermitteln.
Darüber hinaus sollten verstärkt „Good Practice“-Beispiele vorgestellt werden, die den Zugang zum Thema  Anpassungsmaßnahmen erleichtern und darüber hinaus konkrete  Umsetzungsmöglichkeiten aufzeigen. Auf dem „Marktplatz der Regionen“ standen im Verbund der KLIMZUG-Projekte für RADOST Peter Krost von der CRM Coastal Research & Management und Grit Martinez vom Ecologic Institut für Gespräche zur Verfügung. Insbesondere wurde dabei das RADOST-Anwendungsprojekt Marikultur erläutert. Bei der Marikultur können mögliche Vorteile des Klimawandels zur Erweiterung des Artenspektrums und zur Produktivitätssteigerung der kultivierten Arten genutzt werden. Pflanzen aus extraktiver Marikultur könnten in weitaus größerem
Maße als heute genutzt und gewinnbringend vermarktet werden. CRM setzt die marine Biotechnologie beispielsweise zur Herstellung von Kosmetika aus Algen ein.